Dackel falten

Die Folgenden Reime stellen wieder einen Beitrag zu Christianes ABC-Etüden dar (beliebiger Text, nicht länger als 300 Wörter, der die Begriffe „Dackelfalten“, „fruchtig“ und „scheppern“ enthalten soll). Ich habe darin abermals meinem Bedürfnis nachgegeben, Begriffe misszuverstehen.

Was ich mach‘ aus den drei Wörtern,
möcht‘ ich hier wie folgt erörtern:
Dackelfalten find ich grausam,
ein Sadist ist, wer da draufkam!
Und seh‘ ich jemand Dackel falten,
dann gibt’s kein Zaudern und kein Halten,
den frag ich: „Hörst, bist du denn deppert?!“
und lang‘ ihm eine, dass es scheppert! 
Dem hau‘ ich mitten auf den Zinken
mit einer schönen graden Linken,
dass der ihm anschwillt rot und fruchtig,
weil meine Graden, die sind wuchtig!

Offenbar ist der Sprecher in dem obigen Gedicht einem bedauerlichen Irrtum zum Opfer gefallen und hat – von der Annahme ausgehend, es handle sich um einen notorischen Dackelfalter – den harmlosen Pädagogen Prof. Walter Falter vermöbelt, der im Rahmen des Wiener Ferienspiels Kindern das Origami näherbringt.
Für die bemitleidenswerten Menschen, welche tatsächlich mit einem übermächtigen Dackelfaltzwang zu kämpfen haben, kann die hier abrufbare tierfreundliche Dackelfaltanleitung hilfreich sein.